Die Mobilberatung in Thüringen (MOBIT) warnt anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens vor einer massiven Zunahme rechtsextremer Vorfälle an Thüringer Schulen. Laut Projektleiterin Romy Arnoldt haben sich die Beratungsanfragen in den letzten zwei Jahren nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ drastisch verschärft. Die dokumentierten Fälle der aktuellen Publikation „Thüringer Zustände 2025“ reichen von Hakenkreuzschmierereien in Klassenzimmern bis hin zu extrem rechten Gruppierungen, die gezielt auf Schulhöfen präsent sind. Diese Entwicklung führt zu einem Klima der Angst, in dem sich Lehrkräfte teilweise nicht mehr trauen, grundlegende Werte wie Demokratie, Toleranz oder Vielfalt im Unterricht zu behandeln. Arnoldt führt diese Unsicherheit unter anderem auf gezielte Einschüchterungsversuche zurück, da beispielsweise durch Meldeportale das Neutralitätsgebot bewusst fehlinterpretiert und für politische Zwecke instrumentalisiert werde. In diesem Kontext betont Arnoldt, dass der Thüringer Landesverband der AfD von den Sicherheitsbehörden rechtssicher und gesichert als rechtsextrem eingestuft wird.
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Wie Rechtsextremismus Thüringer Schulen bedroht
Von Redaktion · 03.07.2026, 16:59 Uhr
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