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Montag, 2. November 2026
Regionales

Kommt die Social Media Regulierung für Kinder?

Von Redaktion · 25.02.2026, 15:59 Uhr
Mehrere Hände halten Smartphones über einem Tisch, darüber schweben Like-, Herz- und Emoji-Symbole

Erfurt/Stuttgart.

Die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag stellt sich nachdrücklich hinter den jüngsten Beschluss der Bundespartei, soziale Netzwerke für Kinder und Jugendliche deutlich strenger zu regulieren. Im Zentrum der Forderungen, die auf dem Bundesparteitag in Stuttgart verabschiedet wurden, stehen eine strikte Altersgrenze von 14 Jahren für Plattformen wie TikTok, Instagram und Co. sowie verpflichtende Alterskontrollen.

Ziel der Initiative ist es, Minderjährige vor den negativen psychologischen Auswirkungen sozialer Medien, vor Hassrede und Radikalisierung zu schützen. „Wer die Kindheit schützt, schützt die Zukunft unseres Landes“, betonte Claudia Heber, familienpolitische Sprecherin der Thüringer CDU-Fraktion und Delegierte auf dem Parteitag. Kinder dürften nicht länger als „Versuchskaninchen für Geschäftsmodelle“ herhalten, die auf maximale Aufmerksamkeit und emotionale Abhängigkeit abzielten.

Klare Leitplanken im digitalen Raum

Die CDU Deutschlands fordert einen mehrstufigen Ansatz, um die Dominanz der Tech-Konzerne in den Kinderzimmern einzudämmen:

Altersgrenze & Verifikation:

Ein generelles Verbot von Social Media für Kinder unter 14 Jahren, flankiert von einem besonderen Schutzkonzept für Jugendliche bis zum 16. Lebensjahr. Umgesetzt werden soll dies durch eine verpflichtende, aber datenschutzkonforme Altersverifikation.

Plattform-Verantwortung:

Bei Verstößen sollen den Betreibern empfindliche Bußgelder drohen.

Transparenz & Löschpflicht:

Algorithmen müssen transparenter gestaltet werden, rechtswidrige Inhalte schneller gelöscht und suchtverstärkende Mechanismen wie „Endless-Scrolling“ unterbunden werden.

Heber lobte in diesem Zusammenhang besonders den Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU), der diese Debatte bereits seit Monaten auf Bundesebene vorantreibt. „Wo Algorithmen gezielt polarisieren und Radikalisierung befeuern, darf der Staat nicht tatenlos zusehen“, mahnte Heber.

Bildung und analoge Alternativen als Gegengewicht

Trotz der harten regulatorischen Forderungen betonte die CDU-Politikerin, dass es nicht um eine „digitale Abschottung“ gehe. Vielmehr müsse ein „digitales Erwachsenwerden“ ermöglicht werden. Neben den Verboten setzt die Partei daher auf Prävention: Die Medienkompetenz an Schulen soll verbindlich gestärkt werden. Gleichzeitig fordert die CDU eine gezielte Förderung analoger Lebenswelten – vom lokalen Sportverein bis hin zur Jugendarbeit –, um Kindern attraktive Alternativen zum Smartphone zu bieten.